Gästebuch

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There are 29 comments

  1. Franzi

    Liebe (zukünftige) Eltern,
    irgendwie seid ihr hier gelandet und da habt ihr schon irgendwas verdammt richtig gemacht. Ich kann euch von Herzen empfehlen, euer Kind hier das Licht der Welt erblicken zu lassen. Es wird vielleicht nicht leicht, aber wunderbar werden. Und ihr werdet das Haus mit stolzgeschwellter Brust und endlosem Glück verlassen. Und solltet ihr verlegt werden müssen, habt ihr die Sicherheit, dass ein medizinischer Eingriff wohl nötig war. Ich weiß wovon ich spreche, ich habe meine drei Töchter hier zur Welt gebracht. Maleen am 22. April 2018:

    Liebe Dagmar,
    am 22. April kurz nach Maleens Geburt habe ich dir versprochen einen Geburtsbericht zu schreiben, das löse ich – endlich – ein. Aber was soll ich groß schreiben, laut Parkticket waren es ja nur 36min. 🙂
    Nun ganz ernst: Ich habe mich in der Schwangerschaft wieder wundervoll bei euch betreut gefühlt und schon als ich wusste, dass wir ein drittes Kind erwarten, freute ich mich auf den Moment euer Geburtshaus wieder zu betreten. Ich hatte den unendlich großen Wunsch auch meine dritte Tochter selbstbestimmt und ohne jede Intervention bei euch zur Welt bringen zu dürfen. Neben kleinen Schwangerschaftsmalessen, bei denen ihr mich immer unterstützt habt und bei denen kein Thema peinlich oder unangenehm war, gab es bei mir nur ein Hauptthema: die Übertragung. Meine erste Tochter kam 4 Tage, meine zweite Tochter 10 Tage „später“. Und so war meine einzige Sorge, wie wir vorgehen, wenn ich den 14. Tag überschreite. Angst um mich oder mein Baby hatte ich nie. Gemeinsam haben wir ab dem 7. Tag „drüber“ alles unternommen, um das kleine Würmchen zu locken. Dass ich mal Tampons in Nelkenöl tränke, Kreide esse und so hoch schwanger noch romantische Nächte erlebe … hätte ich vielleicht vorher nicht erwartet. Doch es kam Tag 14 und kein Baby. Ich hatte aber zumindest morgens minimale Wehen. So entschied ich mich gemeinsam mit euch Caro und Dagmar, einen Wehencocktail zu trinken. Ich bin euch dankbar für eure Unterstützung darin! Gegen Mittag, nach einem vorbildlichen CTG bei euch, trank ich zu Hause das Gemisch und dann kamen richtige Wehen. Ich fühlte mich aber wohl zu Hause und konnte die Wehen gut veratmen und gut mit ihnen arbeiten. Irgendwann aber, wurden die Pausen zu kurz und ich bat meinen Mann, Caro mal anzurufen. Ich wollte dich gern sehen, auch wenn du mich vielleicht nochmal nach Hause schickst – dachte ich. Er organsierte ganz schnell den Babysitter für die Schwestern und dann wollte ich sehr eindringlich los. Autofahren mit Wehen ist kein Spaß und vor der roten Ampel am Nordbahnhof mussten wir lange warten und auf dem Bürgersteig neben uns standen ein paar Jugendliche und ich dachte nur „Wenn jetzt gleich ´ne Wehe kommt, kriegen die ´ne Show geboten.“ Es wurde mir erspart. Gegen 16 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz an, du kamst kurz danach und da kniete ich schon neben dem Auto, um die Wehe zu veratmen. Wir gingen schnell rein und ich musste am 1. Stuhl neben der Kleiderstange pausieren. In dem Moment sagte mein Mann “Du hast es geschafft, du bist im Geburtshaus“ und da wusste ich, es wird wundervoll. Dann waren wir im Zimmer, ihr habt alles vorbereitet und nach einem kurzen Blick von dir und erkannten 8cm, riefst du Dagmar an und meintest „Vielleicht schaffst du es nicht mehr.“ Daraufhin rief ich „Wo wohnt die?“, denn ich habe noch mit guten 2-3 Stunden gerechnet, orientiert an meinen langen vorherigen Geburten. Dann aber, ja, dann kamen plötzlich Presswehen über mich, die für mich erstmals eine Erleichterung waren, und ganz plötzlich und schnell hielt ich mein drittes wundervolles und gesundes Mädchen im Arm. Ich war unsagbar glücklich und doch auch überrumpelt. Da wartet man ewig auf dieses Kindchen und dann plop … unfassbar für mich. Das Glück war perfekt, mir ging es grandios, ich hatte nur eine kleine Schürfwunde und lange lagen wir erstmal nur zu dritt im Bett, haben gekuschelt und uns kennen gelernt. Dann kamst auch du Dagmar und hast mich mit versorgt und euch im Team geschrieben „Das lang ersehnte Kind ist endlich da“, das hatte mich sehr gerührt. Und nach ein paar Müsliriegeln und dem ersten Check, ging es ganz schnell wieder nach Hause und kurz nach 19 Uhr saß ich zu Hause auf dem Sofa und plötzlich waren wir fünf. Das dieses lange und geduldige Warten so belohnt wurde, hätte ich mir niemals ausdenken können.
    Es ist für mich eines der größten Geschenke meines Lebens, dass meine drei Töchter bei euch das Licht der Welt erblicken durften, in Ruhe, in Vertrautheit und in Natürlichkeit.

    Liebe Caro, du standst mir bei allen Geburten als 1. Hebamme zur Seite – danke, danke danke.
    Wer euch hat, der braucht keine PDA, niemals. Ich habe bei keiner Geburt auch nur einen Gedanken an ein Schmerzmittel gehabt, einfach weil ihr immer für einen da seid, jede Minute die man es braucht und weil ihr euch zurück zieht, wenn man es braucht, weil ihr Mut macht, motiviert, helft und vertraut … ich danke euch.

    Franzi und Marcus mit Rahel, Janna uns Maleen

  2. Sonja R.

    Liebe Verena, liebe Kerstin,
    ich möchte euch ganz herzlich danken, dass Ihr die Geburt meiner Tochter für mich – für uns alle drei – genau zu dem schönen Ereignis & Erlebnis gemacht habt, das ich mir gewünscht und so vorgestellt habe. Es war Eure Ruhe und Geduld, durch die ich mich sehr geborgen gefühlt habe und mich fallen lassen konnte. Ihr hattet – ohne dass wir das äußern mussten – das richtige Gespür dafür, wann im Hintergrund halten (und habt so unsere Intimsphäre respektiert und ermöglicht) und wann unterstützend einwirken angesagt war. Das ist für mich die individuelle GeburtsHILFE, von der ich sicher bin dass ich sie im Krankenhaus nicht so hätte erfahren können (und der Grund, warum ich sehr froh über meine Entscheidung bin, mein erstes Kind bei Euch zur Welt zu bringen).

    Noch etwas habe ich als sehr besonders empfunden: Der Respekt, mit dem Ihr (als Front-Frau speziell Du, Verena) mit meinem Körper umgegangen seid. Jede Berührung, jedes Tun vorher anzukündigen und zu erklären und dabei so behutsam vorzugehen – das habe ich bisher bei keinen „medizinischen Handgriffen“ erfahren und macht für mich ebenfalls einen großen Unterschied zu einer Krankenhaus-Geburt aus. Ihr behandelt den Menschen als Subjekt, wohingegen im zeitgestressten, anonymeren „Massenbetrieb“ Krankenhaus selbst der netteste Arzt nicht umhin kommt, seinen Patienten eher als Objekt zu sehen.

    Liebes restliche Geburtshaus-Team,
    auch Euch möchte ich danken für Eure tolle Begleitung in dieser spannenden Zeit. Natürlich ist man nie ohne Sorge, Respekt, vielleicht auch Angst vor dem ungewissen Ereignis – all das hat sich dank eurer Begleitung schnell in pure Vorfreude gewandelt. Ihr alle macht eine super Arbeit! Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn nicht so überzeugt von eurem Betreuungskonzept war und teilweise dachte, dass ich nicht unbedingt jede von Euch zum „Kaffeeklatsch“ treffen muss. Darüber habe ich schnell meine Meinung geändert und gesehen, dass es keineswegs um einen Kaffeeklatsch geht; aus jedem Gespräch habe ich etwas wichtiges und hilfreiches mitnehmen können und wusste die Vertrautheit schnell zu schätzen. Eure Arbeit und eure Organisation sind absolut professionell, insb. die Lösungen die ihr für all die Dinge habt, die rechts und links so anfallen und um die man sich im Krankenhaus nicht extra kümmern müsste.

    Liebe Frauen und werdende Mütter, die in ihrem Entscheidungsprozess hier Erfahrungsberichte anderer lesen und auf Antworten für sich selbst hoffen: Euch möchte ich Mut machen! Habt keine Angst vor Komplikationen, Schmerzen und den Zweifeln „schaffe ich das ohne ‚Strohhalm‘“… Im Falle tatsächlicher Komplikationen ist durch die räumliche Nähe zum Krankenhaus die medizinische Versorgung gesichert; außerdem haben mich die GH-Hebammen schnell überzeugt (und mir damit ein sehr sicheres Gefühl gegeben und meine eigenen Zweifel beseitigt), dass sie keinerlei Interesse daran haben, irgendeine Form von Risiko einzugehen.. und daher im Falle des Falles lieber zu früh als zu spät übergeben würden. Ebenso durfte ich im Krankenhaus selber feststellen, dass dort die Institution Geburtshaus geschätzt wird und beide Seiten gut zusammenarbeiten. Ach ja, „schaffe ich das ohne PDA“..? Ich bin absolut überzeugt, dass es – neben der eigenen positiven Einstellung und dem Vertrauen in den eigenen Körper – vor allem die entspannte, vertraute Atmosphäre und das „sich fallen lassen können“ waren, was es ermöglicht gut mit der Situation (und den Schmerzen) zurecht zu kommen und der natürlichen Selbstregulierung des Körpers freie Bahn zu lassen. Aus meiner Sicht ist das in einer Umgebung (Kreißsaal), in der ständig die Tür auf und zu geht und immer neue Leute rein und rausgehen und irgendwas von mir wollen […] nicht so gut möglich. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

    Wer sich eine selbstbestimmte, möglichst natürliche Geburt wirklich wünscht, dem kann ich das Geburtshaus nur von Herzen empfehlen. Wenn ihr lieber Eure Entscheidungen abgenommen bekommt, euch „an der Kreißsaaltür abgeben“ und Anweisungen entgegennehmen möchtet, was ihr mit eurem Körper zu tun habt […], dann ist es sicher nicht der richtige Weg für Euch.

    Liebes Geburtshaus-Team, ich hoffe, Ihr könnt noch lange so weitermachen und all die Skeptiker da draußen – boykottierende Ärzte, die ihre Patientinnen verunsichern oder gar ‚zwangseinweisen‘, Krankenkassen usw. – begreifen, dass Euer Weg ein sehr guter und unterstützenswerter ist!

    Ich habe bisher selten Frauen sagen hören, dass sie die Geburt ihres Kindes als etwas „schönes“ erlebt haben. Ich bin sehr stolz & dankbar, auf die Frage antworten zu können, dass es eine wahrhaft schöne Geburt war!

    Herzliche Grüße, Sonja, Malte & Maré

  3. Fam. Schröder

    Liebes Geburtshaus-Team,

    eigentlich können wir uns den positiven Berichten der anderen Geburtshaus-Eltern nur anschließen.
    Sowohl während der Schwangerschaft, als auch während und nach der Geburt haben wir uns sehr gut betreut gefühlt. Die Freude, die ihr an eurem Beruf ausstrahlt, und die Ruhe, auch in eigentlich hektischen und anstrengenden Situationen, haben gut getan und stecken an. So hebt ihr euch deutlich vom Alltag in einer Frauenarzt-Praxis und der Klinik ab – und das war es, was vor allem ich mir, als werdende Mama des zweiten Kindes, gewünscht hatte.
    Zusammen mit eurer Kooperation mit dem Vincenz-Krankenhaus nebenan, waren für uns alle Fragen über mögliche Risiken geklärt und eure Gewissenhaftigkeit und Kompetenz war für uns deutlich.
    Wir haben uns sehr gefreut, dass die Geburt von Jarne bei euch geklappt hat – wir würden es jederzeit wieder so entscheiden und können eine Geburt bei euch (bzw. die Betreuung in der Schwangerschaft oder auch danach) nur wärmsten empfehlen.
    Mit einem herzlichen Dank – vor allem an Sarah und Dagmar – und mit vielen Grüßen aus Sande

    Tanja und Lars Schröder, mit Mathis und Jarne

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